Gut Ding braucht Weil – der Zubau

Ach, was ist das für ein Kampf. Ein Krampf. Auch jetzt beim Schreiben. Werde schon noch in Fahrt kommen :-). Da finden wir in alten Plänen Hinweise, dass am Haus ein Zubau stand. Dieser diente wohl als Plumpsklo. Der Zubau ist mittlerweile nicht mehr zu sehen. Nur die große Dachgaube und die andersfarbige Fassade lassen den früheren Turm vermuten. Uns kommt die Idee: da lässt sich doch was machen. Moderne Bäder können doch diesen Zubau wieder aufgreifen. Mit Feuereifer sind wir dran gegangen. Wir haben getüftelt, was das Zeug hält. So ein ganz moderner Körper, das ist doch was. Das Haus soll auch in 50 Jahren Geschichte von heute erzählen können. Die ersten Entwürfe sind mutig.

Der Zubau, wie er schon in alten Plänen zu finden ist (siehe links vom Haus)Erster Entwurf vom 01.08.2014Eine Woche später – am 07.08.2014

Das Projekt wird eingereicht

Mitte August reichen wir das Projekt, wie im Bild oben zu sehen, ein – und dürfen kurze Zeit später mit dem Vorschlag baden gehen. Der 04. September 2014: Ergebnis: Projekt abgewiesen. Einstimmig. Der Grundtenor: So was kann man doch nicht machen. Das darf man dem Haus doch nicht antun. Das könnt ihr doch nicht wollen. Wir meinen es nur gut.

Jetzt müssen wir uns mal setzen. Die Klatsche haben wir nicht erwartet. Zumindest nicht ganz so eindeutig. Wir sind noch jung und waren mutig. Das Positive daran: wir haben viel gelernt. Von Proportionen. Von Blickwinkeln. Der richtigen Kommunikation.

Es muss ein neuer Vorschlag her. Aufgegeben wird noch nicht. Zuerst muss das ganze ins richtige Licht gebracht werden. Den Zubau sieht man nur von wenigen Stellen aus und ist bei weitem nicht so exponiert und groß, wie das Rendering vermuten lässt. Andreas, der Architekt (das Interview mit ihm gibt es hier), baut in mühevoller Kleinarbeit ein Modell, wo das gesamte Haus samt Stadel mit den Proportionen etwas realistischer wirkt. Den Zubau selbst machen wir etwas weniger verwinkelt.

Es kommt, wie so oft, auf den richtigen Blickwinkel anSogar die Bäume werden modelliert

Der Zubau wird genehmigt

Wir haben mit der Baukomission gesprochen, den Sachverhalt erklärt. Mitte Oktober reichen wir wieder ein und Ende Oktober die Gewissheit. Juhuu, der Zubau darf gemacht werden. Wenn ich mir so die Renderings jetzt nochmal anschaue: mir gefällt der eingereichte Vorschlag vom ersten Mal noch immer. Naja…

Jetzt also die Gespräche mit den Handwerkern und Statikern. So ein Zubau ist nicht ganz so einfach. In den Keller müssen Eisenträger gesetzt werden, damit die Struktur hält. Der Zimmerer Robert darf tüfteln und der Schlosser Markus, der hat so richtig seine Freude damit. Ein Fugenbild wird entworfen.

Klingt doch gar nicht soooo schwierig. Im März 2015 geht es los. Die ersten Teile werden angeliefert. Die tragende Eisenstruktur am Boden wartet schon auf das neue Gewicht.

Mitte März: Die Teile werden angeliefert. Das Wetter meint es gut mit unsDie Dämmung ist eingeblasen. Das verzinkte Blech wird montiert. In mühevoller Handarbeit wird daraufhin geschwärzt.Wer genau hinschaut. Es ist noch nicht fertig

Der Zubau nimmt Form an

Zwischen den Fotos von der Holzstruktur und dem noch immer nicht fertigen Zubau beim letzten Fotos liegt mittlerweile mehr als ein halbes Jahr. Die Blätter verfärben sich schon. Auch Ende November ist es noch nicht fertig. Der Zubau fordert viel Kraft. Wir sind überzeugter denn je. Es wird toll.

Und dann haben wir es geschafft. Zumindest außen. Der Zubau ist fertig. Vom Rohdiamanten ist ein schwarzer Diamant geworden, wie es ein Handwerker so schön ausdrückt. Innen müssen wir noch eine Akustikschwäche beheben. Dann haben wir es endgültig geschafft.

Zusatz am Ende April 2016: nun ist auch die Akustikschwäche behoben! Juhuuu…

Fertig ist!

    

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